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Oxytocin – Studien beweisen: Mit Kuscheln lassen sich psychische Störungen heilen

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Oxytocin kann unterstützend bei der Behandlung ganz unterschiedlicher psychischer Störungen seine Wirkung entfalten.

 

Psychische Erkrankungen lassen sich nicht selten äußerst schwierig therapieren. Dabei könnte künftig das als Kuschelhormon bezeichnete Oxytocin eine wesentliche Besserung herbeiführen. Hierzu erläutert Prof. Dr. Dr. med. René Hurlemann, Universitätsklinikum Bonn, in einer Pressemitteilung, dass das Hormon unterschiedliche psychische Störungen lindern kann. Somit bestehen gute Chancen für Menschen, die an Angst-, Borderline- oder autistischen Störungen leiden.

 

Angststörungen sehr weit verbreitet

Im gesamten europäischen Raum zählen Angststörungen zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. hin. Im Allgemeinen erfolgt die Therapie mittels kognitiver Verhaltenstherapie. Zusätzlich können auch Medikamente zum Einsatz kommen. Da die Behandlung mit Medikamenten in der letzten Zeit jedoch stagniert, setzen Experten jetzt auf Oxytocin.

 

Oxytocin kann sozialen Stress mindern

Bereits früheren Studien zufolge wissen Forscher von der lindernden Wirkung des Hormons Oxytocin. Es kann unter anderem soziale Kompetenzen und Vertrauen aufbauen. Wenn zum Beispiel eine Mutter Probleme hat, eine Bindung zu ihrem Baby aufzubauen, kann das Hormon hierbei behilflich sein. Aber auch durchgeführte Untersuchungen bei Tieren ergaben eine angstreduzierende Wirkung. Neu entdeckt wurde indes die therapeutische Nützlichkeit in der Behandlung psychischer Störungen beim Menschen.

Ferner trägt das Hormon zur Reduzierung des so genannten Mandelkernkomplexes bei. Dieser zeichnet für Wut und Angst verantwortlich. Das Hormon stellt der eigene Organismus her. Beispielsweise in Form von Nasenspray kann dies das Gehirn erreichen und hier die Furcht mindern. So die Überlegungen von Prof. Dr. Dr. med. Hurlemann.

 

Hormon eignet sich allerdings nur als Therapieergänzung

Jedoch kann Oxytocin ausschließlich ergänzend zu einer Behandlung seinen Einsatz finden. Somit ist das Hormon nur für eine unterstützende Therapie zu einer Psychotherapie für Patienten mit psychischen Erkrankungen geeignet. Professor Dr. med. Matthias M. Weber von der DGE – Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie – rät ebenfalls zu einer kombinierten Therapie des Hormons.

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